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Das Zusammenspiel verschiedener Gesundheitsaspekte kennenlernen: Psychische Gesundheit

Veröffentlicht: 26. Juni 2025

TELUS Health

Content Marketing Team

Teil 1: Investitionen in die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden sind für den Erfolg aller unerlässlich

EU-weit ist die psychische Gesundheit zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Thema geworden, das spürbare Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat. Es ist zwar positiv, dass das Bewusstsein für dieses Thema wächst – doch diese Aufmerksamkeit ist vor allem ein Spiegel der Realität: Viele Menschen kämpfen mit psychischen Belastungen.

Die Impulsumfrage 2022 zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (Occupational Safety and Health (OSH)), die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (European Agency for Safety and Health at Work (EU-OSHA)) durchgeführt wurde, zeigt, dass 27 Prozent der Beschäftigten unter Stress, Angstzuständen oder Depressionen leiden, die durch die Arbeit verursacht oder verstärkt werden.

Eine schlechte mentale Gesundheit hat erhebliche Auswirkungen sowohl auf die Mitarbeitenden als auch auf die Unternehmen. Laut aktuellen europäischen Studien gehen bereits 27 Prozent aller krankheitsbedingten Fehlzeiten auf psychische Erkrankungen zurück. Fehlt es an Unterstützung für Beschäftigte, entsteht oft eine Abwärtsspirale – mit Folgen für Produktivität, Engagement und Bindung von Mitarbeitenden an das Unternehmen. Die wirtschaftlichen Schäden für EU-Unternehmen gehen in die Milliarden. Deshalb ist psychische Gesundheit nicht nur eine Initiative für mehr Wohlbefinden, sondern ein geschäftliches Muss.

Hier erfahren Sie, was psychische Gesundheit eigentlich bedeutet – und wie sie im Zusammenspiel mit anderen Gesundheitsaspekten die Leistungsfähigkeit, die Produktivität und das Engagement von Mitarbeitenden beeinflusst.

Was bedeutet psychische Gesundheit wirklich?

Der Begriff wird häufig verwendet, aber was genau ist damit gemeint?

Die World Health Organization (WHO) definiert psychische Gesundheit „als wertvolle Quelle von Humankapital oder des Wohlbefindens in der Gesellschaft [die] zur Gesundheit, zum Glück und zum Wohlergehen des Einzelnen und der Bevölkerung beiträgt, soziale Interaktion, Zusammenhalt und Sicherheit ermöglicht und die nationale Produktion sowie die Produktivität der Arbeitskräfte fördert.“

Die WHO betont: Psychische Gesundheit besitzt sowohl einen Eigenwert als auch einen instrumentellen Nutzen. Sie befähigt Menschen, Entscheidungen zu treffen und stabile Beziehungen aufzubauen – und sollte deshalb laut WHO als grundlegendes Menschenrecht gelten. Der Europäische Rat definiert gute psychische Gesundheit als „einen Zustand des Wohlbefindens, in dem Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, Stress bewältigen, arbeiten und zum Gemeinschaftsleben beitragen können.“

Der Zusammenhang zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit

Allzu oft werden „psychische“ und „physische“ Gesundheit getrennt betrachtet. Das Gehirn ist Teil des Körpers, und die psychische und körperliche Gesundheit beeinflussen einander wechselseitig.

Menschen mit psychischen Problemen leiden eher an vermeidbaren Gesundheitsproblemen wie z.B. Herzkrankheiten. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben – etwa genetische Veranlagung, eine durch die psychische Erkrankung oder Medikamente bedingte geringe Motivation, Schwierigkeiten bei der Planung, fehlende Unterstützung bei Verhaltensänderungen sowie unzureichende medizinische Versorgung.

Psychische Probleme können auch körperliche Symptome verursachen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsprobleme sind beispielsweise häufig mit Depressionen assoziiert, was den Zusammenhang zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit nochmals verdeutlicht.

Bewegung kann hierbei helfen, denn sie fördert sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit. Bereits kurze Einheiten wie ein 10-minütiger Spaziergang fördern die Ausschüttung von Endorphinen – das verbessert Stimmung, Energie, Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit. Außerdem stärkt regelmäßige Bewegung das Selbstempfinden von Kraft, Vitalität und Produktivität.

Der Zusammenhang zwischen psychischer und finanzieller Gesundheit

Finanzielle Sicherheit – also der kompetente Umgang mit Geld und das Gefühl von wirtschaftlicher Stabilität – trägt nachweislich zur psychischen und körperlichen Gesundheit bei. Studien zeigen: Wer sich finanziell sicher fühlt, hat ein geringeres Risiko für Depressionen – selbst unter Berücksichtigung anderer Gesundheitsfaktoren. Auch Angstzustände treten bei finanzieller Stabilität seltener auf.

Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass Menschen in finanziellen Schwierigkeiten fast doppelt so häufig an Schlaflosigkeit litten und seltener gesunde Schlafgewohnheiten einhielten als Menschen ohne finanzielle Sorgen. Eine unzureichende Schlafqualität wurde mit einer Vielzahl von akuten und chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht, einschließlich eines höheren Unfallrisikos, Depressionen, Suchtstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Wie die psychische Gesundheit mit der Leistung am Arbeitsplatz zusammenhängt

In einer aktuellen Umfrage über psychische Gesundheit und globale Ereignisse, sagten 89 Prozent der Befragten, dass sie die Förderung der psychischen Gesundheit für genauso wichtig halten wie die Förderung der körperlichen Gesundheit. Nach Ansicht von Expert:innen des Forschungsprogramms „Public Mental Health“ des National Institute of Mental Health, kommt dem Arbeitsplatz dabei eine Schlüsselrolle zu: Stress am Arbeitsplatz ist ein zentraler Risikofaktor für die psychische Gesundheit.

Auch der TELUS Mental Health Index Europa (September 2024) belegt: Zwischen Produktivität und psychischer Gesundheit besteht ein klarer Zusammenhang. Beschäftigte mit schlechterer mentaler Gesundheit verzeichnen höhere Produktivitätsverluste – umgekehrt gilt: Wer sich mental stabil fühlt, ist produktiver.

Unternehmen sollten das ernst nehmen. Die Forschung zeigt, dass die meisten Länder der EU mit den glücklichsten Menschen auch die produktivsten sind. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz zu priorisieren.

Die Unterstützung der mentalen Gesundheit von Mitarbeitenden hat seinen Preis. Doch Expert:innenschätzungen zufolge verursachen Fehlzeiten und Burnout jedes Jahr Produktivitätsverluste von über 1,8 Billionen Euro in den EU- und US-Volkswirtschaften.

Bain & Company berichtet, dass 65 Prozent der Mitarbeitenden eher bei einer Organisation bleiben, die ihr Wohlbefinden priorisiert. Fortschrittliche Unternehmen haben die Bedeutung mentaler Gesundheit erkannt und entsprechende Angebote fest integriert. Dazu zählen unter anderem Stressbewältigungsworkshops, Beratungsservices und Wellbeing-Programme. Solche Initiativen zeigen den Mitarbeitenden nicht nur ein höheres Maß an Wertschätzung seitens der Unternehmensführung, sondern stärken auch Bindung und Loyalität.

Mitarbeitende stärken durch psychologische Unterstützung

Zahlreiche Studien belegen den wirtschaftlichen Nutzen von Investitionen in die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden. Eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen von Initiativen zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz kam zu dem Ergebnis, dass solche Initiativen erhebliche Vorteile mit einer durchschnittlichen Rendite (ROI) von 4 zu 1 bieten. Sie senken Fluktuation und Fehlzeiten, verbessern die Produktivität und erhöhen Engagement sowie Zufriedenheit – und tragen so zu besseren Ergebnissen für alle Beteiligten bei.

Unternehmen sollten dabei sicherstellen, dass die Unterstützung nicht nur verfügbar, sondern niedrigschwellig und flexibel zugänglich ist – etwa über digitale Kanäle und rund um die Uhr.

Mit TELUS Health ganzheitliches Wohlbefinden für Mitarbeitende erreichen

Speziell für die mentale Gesundheit von Mitarbeitenden entwickelt, bietet TELUS Health EAP umfassende Unterstützung im Bereich psychische Gesundheit, Services zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Tools zur Förderung des Wohlbefindens – und das nicht nur für Mitarbeitende selbst, sondern auch für ihre unmittelbaren Familienangehörigen. Über die TELUS Health One-App sind diese Angebote jederzeit und überall verfügbar. Beschäftigte erhalten Zugang zu professioneller Beratung, einer umfangreichen Mediathek sowie digitalen, selbstgesteuerten Programmen, die dabei helfen, Herausforderungen, Veränderungen und verschiedene Lebensphasen aktiv zu meistern.

Erfahren Sie mehr über die anderen Aspekte ganzheitlicher Gesundheit und wie TELUS Health sowohl Arbeitgebende als auch Beschäftigte unterstützt.

Das volle Potenzial Ihrer Mitarbeitenden freisetzen

Erfahren Sie, wie End-to-End-Betreuung Wohlbefinden stärkt, Bindung verbessert und Resilienz in Ihrer Organisation aufbaut.

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